SILBERNER BUDENZAUBER voller Erfolg

Zehn U-13-Teams waren beim 1. „Silbernen Budenzauber“ in Freiberg dabei. Die Premiere war ein Erfolg – auch ohne Fans. Von Steffen bauer Freiberg - Keine Zuschauer, aber trotzdem tolle Stimmung und packende Spiele: Das ist das Fazit, das Andreas Gartner nach der Premiere des „Silbernen Budenzaubers“ für D-Junioren-Kicker am Donnerstag in der Freiberger Ernst-Grube-Halle zog. Es sei ein überragendes Turnier gewesen, sagte der Organisator. „Die Jungs hatten richtig Spaß und haben vor allem tollen Fußball gezeigt.“ Zehn Mannschaften waren angereist – und das sogar aus Berlin, Erfurt, Halle und Frankfurt/Oder. „Top, dass alle pünktlich da waren und richtig Bock hatten zu spielen“, so Gartner. Zudem habe alles reibungslos funktioniert. Für Trainer und Betreuer galt 3G, die Kinder seien alle über die Schulen getestet gewesen. Nach 27 Spielen zu je 12 Minuten durften am Ende die U-13-Kicker des VfL Halle jubeln: Sie setzten sich im Finale 1:0 gegen den Chemnitzer FC durch, nachdem sie im Halbfinale Dynamo Dresden mit 3:2 nach 9-Meter-Schießen bezwangen. Platz 3 ging an den FC Rot-Weiß Erfurt nach einem 4:0 gegen Dynamo. Für Kim Seidel war das Weihnachtsturnier ein besonderes Erlebnis. Die junge Fußballerin aus Langenau war nicht nur das einzige Mädchen ihres Teams, sondern des ganzen Turniers. Das sei ein vorzeitiges Geschenk gewesen, so die Zwölfjährige, die seit sechs Jahren Fußball spielt. „Wann hat man schon mal die Möglichkeit, gegen solche Vereine zu spielen. Das war toll“, strahlte die Siebtklässlerin des Brand-Erbisdorfer Cottagymnasiums. Und mit Platz 7 zog sich ihr Team vom DFB-Stützpunkt beim SV Fortuna Langenau zudem achtbar aus der Affäre. „Sie haben sich sehr gut verkauft“, lobte Trainer Uwe Nestler. Gegen Dynamo Dresden erkämpften seine Schützlinge ein 1:1, der Berliner AK wurde mit 1:0 besiegt, und gegen Budissa Bautzen (1:2) sowie Erfurt (2:3) gaben sich die Talente aus Mittelsachsen nur knapp geschlagen. „Ich habe nie gedacht, dass wir so gut mithalten können“, sagte Nestler. Das 4:3 im Platzierungsspiel gegen den Nachwuchs des Regionalligisten VfB Auerbach war dann erfolgreicher Abschluss. Viel Spaß hatten auch die Jungs der SG Dynamo Dresden. „Ein sehr gut organisiertes Turnier, und wir sind froh, dass es stattfinden konnte“, sagte Trainer Alexander Kosbab. Für die technisch-taktische Ausbildung seien Hallenturniere überaus wertvoll, so der 27-Jährige Übungsleiter. Auf dem Feld hatten seine Schützlinge noch bis November in der NOFV-Talenteliga gespielt, aber im Winterfahrplan gebe es im Moment noch etliche weiße Flecken. Auch die jungen Erfurter hatten sich über die Einladung gefreut, so Trainer Mathias Preuße. Man habe das „coole Turnier“ sehr gern mit- und die 200 Kilometer Anreise in Kauf genommen. „Wir haben nicht so viele Gelegenheiten, uns mit solchen Gegnern zu messen“, so der Nachwuchscoach des FC Rot-Weiß. Denn der langjährige DDR-Oberligist aus Erfurt, der auch zwei Jahre in der 2. Bundesliga spielte, verlor nach dem Absturz seiner Männer in den Amateurbereich den Status als Nachwuchsleistungszentrum. Eröffnet wurde das Turnier von Freibergs Oberbürgermeister Sven Krüger. Der Schirmherr habe sich bedankt, dass jemand in dieser Zeit etwas auf die Beine gestellt habe, so Organisator Andreas Gartner. „Die Stadt stand voll dahinter.“ Zudem halfen 10 regionale und überregionale Firmen mit, den 2500-Euro-Etat abzusichern, freute sich der 47-jährige. „So viele leuchtende Kinderaugen waren alle Mühen wert.“ „Silberner Budenzauber“ Endstand: 1. VfL Halle, 2. Chemnitzer FC, 3. Rot-Weiß Erfurt, 4. Dynamo Dresden, 5. Budissa Bautzen, 6. 1. FC Frankfurt/O., 7. DFB-Stützpunkt, 8. VfB Auerbach, 9. Berliner AK, 10. FSV Zwickau Bildtext: Packende Duelle in der Ernst-Grube-Halle: Im Finale des ersten Freiberger Weihnachtsturniers für U-13-Teams standen sich dabei der Chemnitzer FC mit Ian Münnich (l.) und der VfL Halle um Paul Pfeiffer gegenüber. Mit 1:0 hatten die jungen Hallenser am Ende knapp die Nase vorn.




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